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Pink Cinema Revolution mit englischen Untertiteln: Coffret Koji Wakamatsu Vol. 2

Anlässlich der Aufführung von „Caterpillar“ auf der diesjährigen Berlinale hatten wir ja schon mal ein paar Worte über den japanischen Regisseur Koji Wakamatsu verloren und einen kleinen Überblick über bisherige DVD-Veröffentlichungen zu geben versucht, dessen Quintessenz war, dass Wakamatsus Filme für Menschen, die nicht über japanische oder französische Sprachkenntnisse verfügen, praktisch nicht zugänglich sind.

Insofern sind das hier doch tolle Nachrichten: Blaq Out, das französische Label, das bereits ‚United Red Army‘ sowie eine Box mit Filmen aus den 60er Jahren -allesamt mit französischen Untertiteln – veröffentlicht hat, hat seine Veröffentlichungspolitik geändert. Sei es, dass es mit dem Verkauf der Rechte für die Filme nicht wie erwartet klappte, sei es, dass die DVD-Verkäufe weit hinter den Erwartungen zurückblieben: Blaq Out hat inzwischen einen „Coffret Wakamatsu Vol. 2“ angekündigt, der Anfang Juli 2010 erscheinen soll und der neben französischen auch englische Untertitelspuren enthalten wird.

Hochinteressant sind auch die Filme, die in der kommenden Box enthalten sein werden: Mit „Season of Terror“ (1969), „Running in Madness, Dying in Love“ (1969), „Sex Jack“ (1970) und „Ecstasy of the Angels“ (1972) enthält die Box vier Filme, die im Kontext des zweiten Anlaufs der japanischen Neuen Linken sowie der vielfältigen Experimente mit unterschiedlichen Formen des bewaffneten Kampfs produziert wurden. Und da Wakamatsu damals im linksradikalen Kreisen verkehrte und seine Brötchen seit Beginn der 60er Jahre durch radikale „Pink Movies“ bzw., sagen wir mal, Sexploitation-Filme verdiente, drehen sich die Filme auch genau um diese Themen: Sex und Sexualität sowie um die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der linksradikalen Bewegung im Japan der späten 60er und frühen 70er Jahre.

Hier noch einmal die Filme im einzelnen mit den – selbstredend mit Vorsicht zu genießenden – Abstracts des französischen Vertriebs:

Gendai kosyokuden: teroru no kisetsu aka Season of Terror (1969)
„wo police put a student militant under surveillance, but nothing seems to be happening except a lot of sex with his two girlfriends. They give up, too early it appears, as the student begins a revolutionary act far more extreme than anyone expected…“

Kyoso joshi-ko aka Running in Madness, Dying in Love (1969)
„While clashes between demonstrators and police are raging in the streets of Tokyo, a young man takes refuge at his policeman brother’s house. The two brothers will soon come to blows, but the intervention of the policeman’s wife will prove decisive, as it will lead to the death of her husband by his own gun. The young man and the wife cover up the murder by making it look like a suicide. They become lovers and flee to the northern, least explored part of the country, as if they were being pursued by the ghost of the murdered husband, their sexual passion, and the pulse of the changing times.“

Seizoku aka Sex Jack (1970)
„Set in the near future, a small gang of revolutionary students are hidden away by a small-time thief. While they are hiding, all but the thief take turns having sex with an unhappy (and perhaps unwilling) girl who has had the misfortune to get involved with them. Through news reports, they discover that someone has been terrorizing police stations and communist headquarters in Japan just as they had hoped to do. At one point it looks like the thief may be the real revolutionary…“

Tenshi no Kokotsu aka Ecstasy of the Angels (1972)
„In the early 70s in Japan, a group of young radicals named after the days of the week tries to steal weapons from a U.S Army base. Tuesday, Wednesday and Thursday are killed. Slowly, the surviving group members realize they’ve been betrayed by their own organization, and begin to wreak sexual and political anarchy on everything in sight.“

Besonders verdienstvoll ist, dass mit Ausnahme von „Ecstasy of the Angels“ noch keiner dieser Filme bisher mit englischen (oder französischen) Untertiteln vorlag – und die Rollen von „Ecstasy of the Angels“ wurde von der amerikanischen Image Entertainment ärgerlicherweise in falscher Reihenfolge zusammenmontiert, weshalb der Film in der momentan vorliegenden und auch im Internet kursierenden Form wenig verständlich ist. Einziger Wermutstropfen scheint – vom regulären Preis von ca. 45 Euro und den fehlenden englischen Subs für die Special Features mal abgesehen – zu sein, dass den Filmen erneut ein reichlich bekloppter, aber nicht überspringbarer Anti-Piracy Clip vorangestellt zu sein scheint.

Ein erster Überblick über die vier DVDs mit Screenshots findet sich bereits auf Wildgrounds.

Ein paar knappe Einblicke in Wakamatsus Filme mitsamt einiger Clips findet ihr auf Pink Cinema Revolution sowie auf dieser alten Viennale-Seite zu Ecstasy of the Angels.

Keine Frage, sollte BO die Transfers nicht vergeigt haben, wird das eine der wichtigsten DVD-Veröffentlichungen des Jahres sein … Mal schauen, vielleicht schaffen wir da ’ne ausführlichere Besprechung zu …

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