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Sex Work: L’Homme veröffentlicht Schwerpunktheft zu „Prostitution“

Interessant für Leute, die sich für den Komplex „Prostitution/Sexarbeit“ interessieren. L’Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft“ hat gerade ein Schwerpunktheft zum Thema ‚Prostitution‘ herausgebracht.

Hier ein Blick ins Inhaltsverzeichnis:

Beiträge
Katja Sabisch
Die Prostituierte im 19. Jahrhundert. Zur Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache
Petra de Vries
From Slave to Sex Worker. Feminist Debates and Prostitution Politics in the Netherlands, 1880–2000
Martin Lücke
Hierarchien der Unzucht. Regime männlicher und weiblicher Prostitution in Kaiserreich und Weimarer Republik
Insa Eschebach
Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern. Geschichte, Deutungen und Repräsentationen

Aktuelles und Kommentare
Faika A. El-Nagashi
„Weder Schuldige, noch Opfer“. Ermächtigungsstrategien im Kontext von Migration und Sexarbeit
Regina Mühlhäuser und Gaby Zipfel
Forschungsverbund „Sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten“

Rezension zum Themenschwerpunkt
Tobias Krüger
Martin Lücke, Männlichkeit in Unordnung. Homosexualität und männliche Prostitution in Kaiserreich und Weimarer Republik

Besonders interessant erscheint an dieser Stelle der Aufsatz über die Niederlande. Hier das englische Abstract:

Petra de Vries, From Slave to Sex Worker. Feminist Debates and Prostitution Politics in the Netherlands, 1880–2000
„The so-called second wave feminist has witnessed the rise of a prostitute’s rights campaign that advocated sexual autonomy and human rights for ‘sex workers’. Defining prostitution as ‘labour’, their advocates broke away from the discourse of nineteenth century feminists who were engaged in a European-wide struggle against the regulation of prostitution by the state and the disciplinary and notorious activities of a morality police. This article investigates the different feminist debates through an historical analysis of prostitution politics in the Netherlands in the 19th and 20th century. Religious and secular feminists shared a common vision of prostitution as being a form of sexual ‘slavery’, their ideological difference notwithstanding. In particular the contradictory relationship between feminists and their ‘fallen sisters’ is discussed. It is also shown how the discourse about prostitution and women’s rights contributed to the prohibition of brothel-keeping in 1911 and how this very prohibition of the bordello has been repealed in turn in the year 2000 with the support of second wave feminists.“

Da cinepolitics ein filmlastiger Blog sein soll, abschließend kurz der Hinweis, dass sich die Verschiebung feministischer Positionen ausgehend vom niederländischen Fall sehr spannend anhand zweier Filme aus den 80er Jahren nachvollziehen und diskutieren lässt:

Marleen Gorris: Gebroken Spiegels / Die gekaufte Frau (Niederlande 1984)
Lizzy Borden: Working Girls (USA 1986)

Beide Filme fokussieren auf Arbeit und Arbeitsalltag in Bordellen. Doch während sich Marleen Gorris v.a. auf die Beschreibung von Ausbeutung und Erniedrigung der Frauen durch pronociert negativ gezeichnete „Freier“ konzentriert, setzt Borden, die ihren Film in Zusammenarbeit mit Aktivistinnen der amerikanischen Sexarbeiterinnen-Organisation „Coyote“ produzierte, eher die recht unspektakuläre Alltäglichkeit und Banalität der Arbeitsverhältnisse ins Bild. Beide Filme sind spannend und lassen sich mit großem Gewinn auch hintereinander schauen.

„Gebroken Spiegels“ liegt auf einer minderwertigen deutschen DVD vor, die leider nur die Synchronfassung bietet. „Working Girls“ liegt ebenfalls nur auf einer eher etwas schwachen US-DVD (R1 only) von First Run vor, enthält keine Untertitel und setzt daher leider ziemlich gute Englischkenntnisse vor – wobei, ‚Working Girls‘ ist als Originalfassung einfacher verständlich als Bordens hierzulande bekanntere Produktion „Born In Flames“.

Abhilfe bietet da vielleicht das BFI, das, wie schon mal erwähnt, Mitte September 2010 Tony Garnetts Sex-Work-Kampagnenfilm ‚Prostitute‘ aus dem Jahr 1980 auf DVD/Bluray-Combo mit englischen Untertiteln herausbringen wird.

Lit.: Russell Campbell: Marked Women. Prostitutes and Prostitution in the Cinema. 2006. (MW ist etwas überdimensioniert, aber enthält ein lesbares Kapitel zu den Filmen von Borden und Garnett)

2 comments to Sex Work: L’Homme veröffentlicht Schwerpunktheft zu „Prostitution“

  • me.

    Da das Posting ab und an mal wer durchfliegt, kurz eine provisorische Ergänzung zum Thema Sexarbeit auf DVD:

    a) Das BFI hat die Veröffentlichung von Tony Garnetts ‚Prostitute‘ erneut verschoben; ein neuer Veröffentlichungstermin scheint noch nicht festzustehen. Schade …

    b) Lizzy Bordens ‚Working Girls‘ liegt auch auf einer italienischen Doppel-DVD namens „Paragrafo Zero. Cinema e prostitutione, Vol. 1′ von Raro Video vor; Raro scheint eine Reihe zum Thema begonnen zu haben. Die Raro-DVD enthält zwar nur italienische Untertitel, dafür aber zusätzlich einen Audiokommentar von Borden sowie einen Trailer. Den Transfer kann ich momentan nicht kommentieren. Neben ‚Working Girls‘ enthält die Box noch Dennis O’Rourkes „The Good Women of Bangkok“ (1991), ebenfalls nur mit italienischen Untertiteln.

  • […] This post was mentioned on Twitter by mädchenblog, Blogsport. Blogsport said: Sex Work: L’Homme veröffentlicht Schwerpunktheft zu #Prostitution http://is.gd/fUNBw […]

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