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RAF-Geschichte: Kraushaar-Recherche über die Arbeit des Verfassungsschutz im Fall Buback

Ich stehe Wolfgang Kraushaars Forschungen zur Geschichte der 68er usw. ja grundsätzlich grosso modo eher skeptisch bis ablehnend gegenüber, aber dennoch an dieser Stelle der Hinweis, das Kraushaars neuestes Buch zur Geschichte der RAF, „Verena Becker und der Verfassungsschutz“, in dieser Woche von der Hamburger Edition veröffentlicht worden ist. Ich vermute mal nach der Lektüre erster Rezensionen, dass es durchaus etwas Wirbel machen könnte.

Ich habe das Buch noch gar nicht gesehen, aber Kraushaar scheint den Fall Buback erneut aufzurollen und eine Reihe von Indizien zu präsentieren, die Beckers „unmittelbare Tatbeteiligung“ (Kraushaar) und eine fortlaufende „Deckung ihrer Person von staatlicher Seite“ (Kraushaar) nahelegen. Damit würde der ‚Fall Buback‘, so Christian Bommarius in der heutigen Berliner Zeitung, zugleich zu einem“unerhörten Staatsskandal“, da, dass scheinen Kraushaars Recherchen nahezulegen, Verfassungsschutz und die Abt. Terrorismus im BKA die während ihrer Inhaftierung im Sommer 1972 als Informantin oder V-Frau angeworbene und „aus dem Ruder gelaufene V-Frau“ (Brommarius) Becker auch in eigenem Interesse vor einer Verurteilung bewahrt wollten und deshalb die Hintergründe des Attentats systematisch verschleiert hätten.

Hier kurz der Klappentext:

Aus dem Mordfall Buback ist ein Justizfall Becker geworden, der mehr und mehr die Züge einer Geheimdienstaffäre angenommen hat. Die RAF-Frau, die verdächtigt wird, an der Ermordung des obersten Staatsanwalts der Republik beteiligt gewesen zu sein, soll für den Verfassungsschutz gearbeitet haben. Das klingt eher nach dem Plot für einen Politthriller als einem ungeklärten terroristischen Verbrechen. Sollte ein Geheimdienst, dem die Aufgabe obliegt, die Verfassung zu schützen, tatsächlich eine Frau in ihren Diensten geführt haben, die von dem Karlsruher Mordkomplott entweder informiert oder gar an ihm beteiligt gewesen ist? Die Entstehung derartiger Fantasiekonstrukte kann nur verhindert werden, wenn der Aufklärung eine ernst zu nehmende Chance geboten wird.

Wolfgang Kraushaar hat die Beziehungen bundesdeutscher Geheimdienste zum Terrorismus genau rekonstruiert und untersucht die Frage, seit wann und in welchem Zusammenhang Verena Becker mit dem Verfassungsschutz kooperiert haben könnte.

Perlentaucher hat hier eine nur bedingt interessante Leseprobe online gestellt, in der Kraushaar v.a. Indizien für die These präsentiert, Beckers unmittelbare Beteiligung an der Erschießung Bubacks sei staatlicherseits vertuscht worden. Hier findet sich zudem die Rezension von Brommarius in der FR-Version vom 12.10.2010, hier eine Rezension von Wolfgang Gast in der gestrigen taz.

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