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History in the Making: Zur „Frühgeschichte des BfV“

Hier mal ein besonders plumpes Beispiel für die kontrollierte Vergangenheitsaufarbeitung West:

Das Bundesministerium des Inneren möchte bis 2014 die Frühgeschichte des bundesdeutschen Verfassungsschutzes ‚aufarbeiten‘ lassen – unter dessen eigener Anleitung und Kontrolle.
In einem lesenswerten Text beschreiben die beiden Historiker Daniel Siemens und Christoph Luther, welchen Kontrollverfahren und Regularien sich HistorikerInnen unterziehen müssten, wollten sie sich der „Organisationsgeschichte des Bundesamtes für Verfassungsschutz 1950-1975, unter besonderer Berücksichtigung der NS-Bezüge früherer Mitarbeiter in der Gründungsphase“ annehmen – die Bewerbungsfrist für das auf drei Jahre angelegte ‚Forschungsprojekt‘ wurde übrigens gerade bis Anfang Februar 2011 verlängert.
Die Kontrollmaßnahmen reichen, was Wunder, von einer anfänglichen, sich auch auf Bereiche wie Finanzen, sexuelle Präferenzen, Freizeitgestaltung usw. erstreckenden Sicherheitsüberprüfung über die Verpflichtung zur Einreichung dreimonatlicher Arbeitsberichte sowie zur Teilnahme an halbjährlichen ‚Workshops‘ mit Vertretern des BfV. Die Ergebnisse dieser Workshops, so zitieren Siemens und Luther aus der Ausschreibung, „müssen in den Projektverlauf einfließen. (. . .) Dem Projektnehmer muss bewusst sein, dass eventuell zusätzliche Teilfragestellungen im Rahmen des Forschungsvorhabens bearbeitet werden müssen oder aufgrund von gesetzlichen Vorgaben des BfV nicht weiterverfolgt werden können.“ Siemens und Luther weisen noch auf weitere geplante Regulierungen des Forschungs- und Veröffentlichungsprozesses hin und kommen, welch Wunder, zum Schluss, dass das BfV offensichtlich versuche, sich ohne Risiken, Nebenwirkungen und Rücksichten auf die grundgesetzlich verbriefte Freiheit der Wissenschaft „einen wissenschaftlichen ‚Persilschein‘ zu verschaffen“. Da sind wir aber mal gespannt, wer diesen Auftrag übernehmen wird …

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