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labournet.tv: Filme aus der „Perspektive der ArbeiterInnen“

Keine Frage, Bild- und Filmwelten haben nicht zuletzt infolge vielfältiger technischer Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung für soziale Bewegungen aller Art gewonnen. Einerseits erweiterten sich fraglos aller Rückschläge zum Trotz die Möglichkeiten professioneller Filmschaffender, kritische oder oppositionelle Filme zu produzieren, andererseits ermöglichten neue Vertriebskanäle und neue Techniken wie Digitalkameras usw. neue Formen der (Selbst)Repräsentation sozialer Bewegungen bzw. Kämpfe.

Sehr begrüßenswert ist daher der heutige Stapellauf von labournet.tv, einem Kooperationsprojekt von kanalB und LabourNetGermany. Labournet.tv soll, so hoffen die InitiatorInnen, teilweise schwer zugängliche aktuelle wie historische Filme aus aller Welt zugänglich machen, die „die Situation der LohnarbeiterInnen, ihre (Selbst-) Organisierung, Arbeitskämpfe und Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Alternativmodelle“ beschreiben bzw. diskutieren und als solches einen Beitrag zur „grundlegenden Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse“ leisten.

Momentan finde sich auf den Seiten des Projekts ca. 250 Filme, die – zukünftig – zumindest mit deutschen Untertiteln versehen werden sollen und vielfach in voller Länge angesehen werden können. Stehen dem lizenzrechtliche Gründe entgegen, wie dies bei bekannteren Produktionen wie ‚Spur der Steine‘, ‚Eine Prämie für Irene‘ oder Harlan County, USA‘ der Fall ist, so kann über die jeweilige Seite Kontakt zu den jeweiligen FilmemacherInnen aufgenommen werden bzw. sind dort Hinweise darauf zu finden, wo der Film ggf. käuflich zu erwerben ist. Aktuell dominieren auf labournet.tv kurze Dokumentationen v.a. bundesdeutscher Produktion, es finden sich allerdings auch einige längere Dokumentationen und Spielfilme wie Moores ‚Roger & Me‘ und Eisensteins ‚Stachka/Streik‘; Peter Novak zufolge sollen nicht nur weitere Dokumentarfilme, sondern auch weitere Spielfilme wie der nachgerade klassische und unbedingt sehenswerte, von Herbert Biberman verantwortete amerikanische Streikfilm ‚Salt of the Earth‘ (1954), der den Arbeitskampf mexikanischer und ‚amerikanischer‘ ArbeiterInnen in einer Zinngrube New Mexicos im Jahr 1951 beschreibt, noch folgen, um labournet.tv so zu einem „lebendige[n] audiovisuelle[n] Archiv der Arbeiterbewegung“ zu machen.

Der Filmbestand selbst kann, von der üblichen Suchfunktion mal abgesehen, über ein detailliertes Stichwortverzeichnis sowie über verschiedene Rubriken (‚Branchen‘, ‚Länder‘, ‚Kampffelder‘, ‚Umwälzungen‘) schnell erschlossen werden. Wünschenswert wäre hier, sollte der Bestand an ‚fiktionalen‘ Filmen ausgebaut bzw. angesichts der gerade in diesem Feld bestehenden rechtlichen Probleme ein gewinnbringend nutzbares Verzeichnis ‚fiktionaler Filme‘ angestrebt werden, die Einrichtung eines einen schnellen Zugriff ermöglichenden speziellen Shortcuts.

Wir wünschen dem Projekt viele BesucherInnen und alles Gute für die Zukunft und allen anderen viel Spaß beim Stöbern …

P.S: ‚Salt of the Earth‘ steht – allerdings ohne Untertiteln und in eher schlechter Bildqualität – im Internet Archive und kann daher schon ohne Probleme angeschaut und runtergeladen werden. Hier der Link.

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